Arbeiten vor Ort: Rheinhessen-Werkstatt setzt neue Konzepte um

13.09.2019

Arbeiten vor Ort: Rheinhessen-Werkstatt setzt neue  Konzepte um

„Service inklusiv mobil vor Ort“, so lautet der Name eines neuen Arbeitsbereiches, der in der Rheinhessen-Werkstatt (RHW) im rheinland-pfälzischen Wörrstadt vor einiger Zeit ins Leben gerufen wurde. Dabei ist der Name Programm und die Idee hinter dem neuen Bereich setzt auf Serviceleistungen, die – soweit möglich – direkt beim Kunden vor Ort umgesetzt werden. Da die Rheinhessen-Werkstatt inmitten des Gewerbegebiets des Ortes liegt und viele Unternehmen in direkter Nachbarschaft ansässig sind, wurden schon vor einigen Jahren Kontakte geknüpft und langjährige Kunden gewonnen. Mit dem neuen Ansatz können nun weitere Kunden aus dem Gewerbepark auf die RHW aufmerksam werden.

Noch befindet sich der Arbeitsbereich im Aufbau und in der Akquise. Die Reinigung von Höfen und Gehwegen, Botengänge, Kopiertätigkeiten und einfache Bürotätigkeiten gehören zum aktuellen Portfolio des Bereiches. Auf alle Tätigkeiten, die auf sie zukommen, werden die Beschäftigten gezielt in der Werkstatt vorbereitet. Ein Schwerpunkt des Angebotes soll auf der Innenreinigung von Autos liegen. Während die ersten Autos derzeit noch im Hof der Werkstatt geputzt werden, wird auch diese Arbeit künftig direkt beim Kunden vor Ort im Gewerbegebiet angeboten. Lediglich bei aufwendigen Reinigungsarbeiten müssen die Autos in die Rheinhessen-Werkstatt gebracht werden. Die Beschäftigten, die bei „Service inklusiv mobil vor Ort“ arbeiten, haben die Möglichkeit, hier Fähigkeiten zu festigen, die auch bei einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder im Rahmen einer Beschäftigung im sogenannten Budget für Arbeit wichtig sind.

Sie haben ein Auto, das gereingt werden soll? Ihre Firma braucht Unterstützung bei einfachen Tätigkeiten? Dann besuchen Sie die Website von "Service inklusiv mobil vor Ort": www.nrd.de/service-inklusiv

Wann immer möglich, wird die Idee, direkt beim Kunden vor Ort zu arbeiten, von der Rheinhessen-Werkstatt umgesetzt – so auch kürzlich mit dem langjährigen Kunden Löwen Entertainment. Die Zusammenarbeit mit dem in Bingen ansässigen Hersteller für Geldspiel- und Unterhaltungsgeräte und der Rheinhessen-Werkstatt besteht schon seit 2008. Seither haben die Beschäftigten die unterschiedlichsten Aufträge bearbeitet: „Von einfachen und komplexen Demontagearbeiten über das Konfektionieren von Werbemitteln bis hin zum Aufarbeiten und Streichen von Möbeln für den Außenbereich der Firma war schon alles dabei“, blickt Benedikt Unterhalt zurück. Er ist in der Rheinhessen-Werkstatt für die Arbeitsvorbereitung zuständig und bearbeitet u. a. Kundenanfragen und erstellt Angebote. Daher war auch er derjenige, der gemeinsam mit Löwen Entertainment ein logistisches Problem löste, indem er anbot, mit einigen Beschäftigten und Mitarbeiter*innen kurzerhand nach Bingen zu kommen.

„In diesem Fall ging es um einen Auftrag, bei dem Kartonagen für den Versand vorbereitet werden mussten. Da es sich um sehr große Mengen an Material gehandelt hat, war es effizienter, diese nicht hin- und herzufahren. Außerdem hätten wir kaum Platz gehabt, das alles zwischenzulagern.“ Mit „sehr großen Mengen“ meint Benedikt Unterhalt rund 4.000 bis 5.000 Kartonagen, die täglich in der großen Montagehalle in Bingen hergestellt wurden. Insgesamt waren dabei 20 Beschäftigte und fünf Mitarbeiter*innen der Werkstatt in unterschiedlicher Besetzung vor Ort und sorgten so für eine Entlastung des Stammpersonals. „Diese Lösung war wirklich prima für uns und wir waren mehr als zufrieden mit der Zusammenarbeit, das hat auch die positive Resonanz unserer Mitarbeiter deutlich gemacht“, sagt Michael Elzer, Logistikleiter bei Löwen Entertainment. „Wir sind immer wieder vom breiten Leistungsspektrum der Rheinhessen-Werkstatt begeistert und haben auch dieses Mal wieder das gefunden, was wir gesucht haben“, so Elzer. Da sich dieser Ansatz bewährt hat, sind bereits weitere Aufträge vor Ort in Bingen in Planung. Darauf freuen sich auch schon die Beschäftigten. „Für sie war besonders die räumliche Abwechslung spannend. Das Vorbereiten von Kartonagen kannten sie schon, aber das Mittagessen in einer großen Kantine, mit tollem Essen und zwischen dem Stammpersonal, das war schon was anderes und wirklich inklusiv“, erinnert sich Unterhalt.

Die Rheinhessen-Werkstatt ist eine von drei Werkstätten der Nieder-Ramstädter Diakonie mit Sitz in Hessen und Rheinland-Pfalz. Insgesamt arbeiten in den Werkstätten der NRD derzeit rund 900 Beschäftigte.

Unser Bild zeigt Beschäftigte der NRD Rheinhessen-Werkstatt im Kundenunternehmen (Foto: Hanna Ashour).

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